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Die internationale Nomenklatur der monoklonalen Antikörper setzt sich aus einem Präfix, dem Wortstamm A und B und dem gemeinsamen Suffix «mab» zusammen. Letzteres steht für «monoclonal antibody». Die vollständige Bezeichnung enthält so in codierter Form die Hauptcharakteristika bezüglich Zusammensetzung und Anwendung des Antikörpers.
Das Präfix ermöglicht die Individualisierung jeder DCI-Bezeichnung. Der Wortstamm A bezeichnet die Zielstruktur* des monoklonalen Antikörpers. Beispiele: -c(i)- für «kardiovaskuläres System» (Abciximab) -ibi für «Inhibitor» (Ranibizumab) -k(in)- für «Zytokine» (Canakinumab) -l(i)- für «Immunsystem» (Infliximab, Certolizumab) -os- für «Knochen» (Denosumab) -t(u)- für «Tumore» (Rituximab) -v(i)- für «Virus» (Palivizumab)
*Diese Information trifft jedoch nicht immer zu, insbesondere wenn der Antikörper zu einem späteren Zeitpunkt für andere Indikationen zugelassen wurde.
Der Wortstamm B definiert die Herkunft des monoklonalen Antikörpers. Beispiele: -(m)o- für «Maus» (Ibtritumomab) -xi- für «chimär» (Infliximab, Rituximab). Bei einem chimären Antikörper (humaner Anteil 60%) werden konstante Anteile eines humanen Antikörpers an variablen Regionen eines Mäuseantikörpers angebracht. -(m)u- für «human» (Adalimumab, Golimumab) -zu- für «humanisiert» (Bevacizumab, Certolizumab). Bei einem humanisierten Antikörper (humaner Anteil 90%) werden hypervariable Anteile (CDR) eines Mäuseantikörpers am Gerüst der variablen Regionen eines humanen Antikörpers angebracht.
Quellen: eVidal - online, Biomédicaments immunomodulateurs (et autres anticorps et protéines de fusion) pharma-kritik, 7/2007/p27 Pharmazeutische Zeitung, 43/2006/p18